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Es ist eine wichtige Aufgabe des Deutschunterrichts, den Schülerinnen und Schülern den Zugang zur Welt der Literatur, der Sach- und Gebrauchstexte und der Medien zu eröffnen. Durch die kritische Auseinandersetzung mit Literatur, Sachtexten, Theater und Film sowie Print- und elektronischen Medien durch Analyse, Interpretation und Gestaltung werden Schülerinnen und Schüler in das kulturelle Leben eingebunden und erwerben kulturelle sowie ästhetische Kompetenz.

Die Begegnung und Auseinandersetzung mit Literatur soll Leseinteresse wie Lesevergnügen wecken und zur Lektüre von Literatur anregen. Sie ermöglicht es, Grundmuster menschlicher Erfahrungen kennen zu lernen und trägt dazu bei, eigene Positionen und Werthaltungen zu entwickeln. Über den Unterricht hinaus werden Leseinteresse und Spaß an Literatur durch regelmäßige Theaterbesuche, durch die eigene Inszenierung von Theaterstücken in Literaturkursen und Theater-AGs sowie durch die Schulbibliothek „JoGys Leseparadies“ und die regelmäßige Teilnahme der Schule am Vorlesewettbewerb gefördert.

Um Sach- und Gebrauchstexte zu verstehen, ihnen Informationen zu entnehmen, die Wirkungsweisen von Medien zu kennen und einzuschätzen, d. h. Lesekompetenz zu entwickeln, stellt der Deutschunterricht das methodische Instrumentarium, die erforderlichen Kenntnisse, Strategien und Arbeitstechniken zur Verfügung. In diesem Zusammenhang stellt beispielsweise das Zeitungsprojekt „schulticker“, das alle achten Jahrgangsstufen durchführen, einen Schwerpunkt der Medienerziehung dar.

Deutschunterricht ist natürlich auch Sprachunterricht. Zu einem bewussten Umgang mit der Sprache gehört die Reflexion über die Sprache, über ihre Strukturen, Regeln und Besonderheiten. Die individuelle Rechtschreibförderung in der Erprobungsstufe leistet hier einen fächerübergreifend bedeutsamen Beitrag. Die Schülerinnen und Schüler sollen zudem ihre Ausdrucks- und Verständigungsfähigkeit weiterentwickeln und normgerecht sprechen und schreiben können. Sie werden darin geschult, ihre Sprache schriftlich und mündlich bewusst und differenziert zu gebrauchen, um sach-, situations- und adressatengerecht handeln und die Wirkung der Sprache einschätzen zu können. Gerade die sprachliche Kompetenz ist eng mit der Entfaltung und Entwicklung der Persönlichkeit der Schülerinnen und Schüler verknüpft. Die Entwicklung ihrer sprachlichen Kompetenz ermöglicht es ihnen im Kontext von Verstehen und Sich-Verständigen, zu urteilen und an der Gestaltung von Wirklichkeit teilzuhaben.

Durch die Integration gestalterischer Prozesse in die Unterrichtsvorhaben werden die kreativen Anlagen der Schülerinnen und Schüler entwickelt, genutzt und gefördert. Diese erfolgt sowohl in Prozessen des kreativen Schreibens als auch im szenischen Spiel oder der medialen Gestaltung von Unterrichtsgegenständen.

Da die Themen und Gegenstände des Deutschunterrichtes die fachspezifischen Grenzen grundsätzlich überschreiten, bietet es sich häufig an, Bezüge zu anderen Fächern herzustellen. In verschiedenen Unterrichtsvorhaben werden daher fächerübergreifende Aspekte berücksichtigt.

„Lassen Sie sich nichts weismachen über Bücher. Sie müssen nicht so oder so sein, bloß weil es grad Mode ist. Alle guten Bücher haben eins gemeinsam: sie sind wahrer, als wenn ihre Geschichte wirklich geschehen wäre, und wenn Sie eins zu Ende gelesen haben, so ist Ihnen, als wäre Ihnen alles selbst passiert, und später gehört es Ihnen wirklich.“ (Hemingway)

 

Wichtige Dokumente

Schulinternes Curriculum Deutsch (Sek. I)

Schulinternes Curriculum Deutsch (Sek. II)

Grundsätze der Leistungsbewertung Deutsch (Sek. I u. II)

Bewertung der Facharbeit im Fach Deutsch