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JOSEPH-KÖNIG-GYMNASIUM |
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Schüleraustausch mit Durag, Polen Unsere Partnerschule, das Gimnazjum w Durągu, liegt in dem kleinen Dorf Durąg, welches zur Gemeinde Ostróda in Masuren gehört. Die gemeinsame deutsch-polnische Geschichte Masuriens war es auch, die letztendlich zur Partnerschaft der beiden Gymnasien führte. Ein Halterner Bürger, Adolf Nowinski, der seine Kindheit in Ostróda verbracht hatte, reiste nach Wegfall des „Eisernen Vorhangs“ in seine alte Heimat und knüpfte Kontakte mit den jetzt dort lebenden Menschen. Diese Kontakte weiteten sich zu einer Partnerschaft der evangelischen Kirchengemeinden in Haltern und Krapelow – ein weiteres Dorf aus der Gemeinde Ostróda – aus. Auf einer von der Stadt Haltern und den Kirchengemeinden organisierten Gedenkstättenfahrt kam es zu ersten Begegnungen zwischen Schülern und Lehrern beider Schulen. Kurz darauf wurde die Einrichtung eines Schüleraustausches vereinbart. Da das „gimnazjum“ in Polen eine Schulart ist, die von Schülern und Schülerinnen der 7.-9. Klasse besucht werden, nehmen von deutscher Seite Schülerinnen und Schüler des 9. und 10. Jahrgangs am Austausch teil. Seit 2002 besuchen die deutschen Schüler und Schülerinnen Durąg, im folgenden Jahr findet der Gegenbesuch polnischer Schüler und Schülerinnen statt. Es ist nicht nur die gemeinsame Geschichte, die unsere Gymnasien verbindet. Beide Schulen befinden sich in „Seestädten“, Ostróda liegt inmitten der westmasurischen Seenlandschaft, weite, relativ dünn besiedelte Landschaften mit hohem Waldanteil machen den Reiz der Umgebung aus. Als besondere Attraktionen neben der unberührten Landschaft hat Masuren alte Ordensburgen, einschließlich der imposanten Anlage von Marienburg, dem Sitz des Hochmeisters im mittelalterlichen Deutschordensstaat, sowie den technisch einmaligen Kanal Ostróda - Elbląg mit seinen „schiefen Ebenen“ zu bieten. Jedem Schüler, jeder Schülerin Halterns ist aber die sehr große Gastfreundschaft in Erinnerung geblieben, mit der wir empfangen wurden. Das Programm während des Austauschs ist geprägt durch einen hohen Anteil an gemeinsamen Aktionen, um die Sprachbarriere zu überwinden. Die deutschen Schülerinnen und Schüler sprechen kein Polnisch, die polnischen in der Regel nur ein wenig Deutsch und Englisch. Für mehrere Tage sind die Jugendlichen in Begegnungsstätten gemeinsam untergebracht. Neben gemeinsamen Ausflügen gab es immer einen von erfahrenen Fachkräften betreuten Programmteil mit Kommunikationsübungen, die den Schülerinnen und Schüler halfen, Verständnis füreinander zu entwickeln. Auch die Arbeit an einem gemeinsamen Projekt diente dem Ziel, durch gemeinsames Handeln sich besser kennen zu lernen. Seit 2005 übernachten die Schülerinnen und Schüler auch für drei Nächte in Gastfamilien. Die Hoffnung, so auch individuellere Kontakte zu ermöglichen, hat sich offensichtlich erfüllt. Bisher waren die Rückmeldungen der Teilnehmer und Teilnehmerinnen durchweg positiv. Man hat einiges voneinander erfahren, Vorurteile wurden aufgebrochen und vor allem wurde Interesse für weitere Informationen über das jeweils andere Land oder besser über die jeweils andere Person geweckt. Von daher ist zu hoffen, dass der Austausch auch in Zukunft erfolgreich verlaufen wird. |
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