JOSEPH-KÖNIG-GYMNASIUM
EUROPASCHULE MIT ENGLISCH-BILINGUALEM ZWEIG


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EUROPA

9. Dezember 2010, Halterner Zeitung
Joseph-König-Gymnasium ist jetzt Europaschule

HALTERN Bunt, musikalisch, frech und akrobatisch feierten die Schülerinnen und Schüler des Joseph-König-Gymnasiums ihren Festakt anlässlich der Ernennung zur Europa- und CertiLingua-Schule. Beide Zertifizierungen haben einen ähnlichen Hintergrund.

Es geht um Mehrsprachigkeit, interkulturelles Lernen, Befreiung von Sprachprüfungen für den internationalen Hochschulzugang sowie um das Verständnis für die europäischen Nachbarn.

Mobilität und Flexibilität

Eine flammende Rede für Europa hielt Renate Sommer, Mitglied des Europäischen Parlaments, die sich ebenfalls unter den geladenen Gästen in der Aula befand. Von jetzigen Schülern werde mehr Mobilität und Flexibilität verlangt als von ihren Eltern oder Großeltern. „Ohne Fremdsprachen kommt man in Zukunft nicht mehr durch.“ Nur wenn man bereit sei, sich
gegenseitig kennen zu lernen, könne man Vorurteile abbauen. „Europa ist nicht fertig – jeder muss mithelfen, auch ihr Schüler.“

Jürgen Mathey von der Bezirksregierung Münster erinnerte sich an seine erste Auslandsreise nach Italien mit 17 Jahren. An Passkontrollen, an den Dreiklanggong italienischer Bahnhöfe, an die toskanische Landschaft. „Seitdem sind gefühlt 100 Jahre vergangen. Europa ist erlebbar zusammengerückt.“ Erwartet werde heute ein flexibler, sprachkundiger Bürger, der dorthin geht, wo er gebraucht wird. Eine Sprache zu lernen bedeute aber viel mehr: „In die Seele einer ganzen Kultur blicken zu können.“

Schüler zeigten, was sie drauf haben

Dass aus dem Festakt keine steife Veranstaltung wurde, dafür sorgten die Schüler, die mit Fahnen aller EU-Staaten auf die Bühne kamen und sich in den jeweiligen Landessprachen begrüßten. Oder auf Einrädern Kunststücke zeigten. Oder in musikalischen Beiträgen nicht nur Querflöten, sondern auch E-Gitarren erklingen ließen. Oder frech Vorurteile über europäische Nachbarn auf’s Korn nahmen: Geklaute Autos in Polen ebenso wie Schwedinnen mit ungarischem Vorbau – Stichwort: Schönheitsoperationen. Dafür gab es viel Beifall: Zu recht.

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