Ganzer Körpereinsatz: Schüler schlossen einen Stromkreis.

Eine Feuersäule steigt bis fast zur Decke auf, ein Ölfass implodiert krachend: Die Physikanten sorgten am Mittwoch in der Aula des Schulzentrums für Unterricht mit Knalleffekt.

Halterner Zeitung, 28.09.2017, von Jürgen Wolter

„In den nächsten 45 Minuten lernt ihr mehr, als ihr im gesamten letzten Schuljahr vergessen habt.“ – Mit dieser vollmundigen Ankündigung begann für die siebten bis neunten Klassen des Gymnasiums die äußerst spannende Physikstunde in der Aula: Beate Bohr und Beatrice Kaps von den Physikanten wollen mit ihrer spektakulären Wissenschaftsshow Lust auf Naturwissenschaften machen. Da waren sie bei den mehrheitlich „physikfernen“ Mittelstufenschülern durchaus richtig.

Die verfolgten gebannt, wie ein Laserstrahl Impulse für einen Rhythmus liefert („unser Physikantenstadl“), oder ein Ölfass, das Wasserdampf enthält, beim Abkühlen mit lautem Knall implodiert. Nach den Experimenten gab es immer gleich die Erklärung für das Gesehene. Spektakulär: die Feuersäule im Drahtkäfig, die durch Rotation immer höher steigt oder der Luftballonhund, der in minus 196 Grad kaltem Stickstoff zunächst zusammenfiel, dann in der Wärme aber wieder seine ursprüngliche Form annahm.

Zuletzt mussten die Schüler selbst ran. Sie bildeten auf der Bühne eine Kette und schlossen einen Stromkreis, als sie sich an den Händen anfassten: Der Song aus einem MP3-Player war plötzlich im Lautsprecher am anderen Ende der Kette zu hören. „Da konnte uns nichts passieren“, wusste Julius aus der Klasse 7f. Er interessiert sich sehr für Physik. Am besten hat ihm die Feuersäule gefallen, die das Prinzip der „Drehimpulserhaltung“ demonstrierte.

„Die Physikanten waren jetzt zum ersten Mal hier an der Schule“, sagte Dr. Markus Walz, Physik- und Biolehrer am Gymnasium. „Wir haben einen Bericht über ihre Programme gesehen und fanden, dass sie durchaus Schüler für Naturwissenschaften begeistern können. Solche Experimente können wir hier natürlich nicht selbst durchführen.“ Die Show wurde einmal für die Gymnasiasten und einmal für Realschüler gezeigt.

Hier einige Impressionen (RN-Fotos Wolter):

 

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