JOSEPH-KÖNIG-GYMNASIUM
EUROPASCHULE MIT ENGLISCH-BILINGUALEM ZWEIG


Startseite


Schule
Leitung
Sekretariat
Schulprofil
Schulnachrichten
Archiv
Termine


Schülerinnen und Schüler


Unterricht


Kollegium


Schulleben


Internationales


Förderverein


Dokumente


Mensa


Impressum


 

Methodenkompetenz fördern

ALF und Methodentage am Joseph-König-Gymnasium

Inhalt
1         Bedeutung der Methodenkompetenz
2         ALF und Methodentage am Josef-König-Gymnasium
2.1      ALF (Allgemeine Arbeits- und Lernformen)
2.2      Methodentage in den Jahrgangsstufen 5, 6 und 7
2.2.1   Methodentage in der Jahrgangsstufe 5
2.2.2   Methodentage in der Jahrgangsstufe 6
2.2.3   Methodentage in der Jahrgangsstufe 7
2.2.4   Methodentage in der Jahrgangsstufe 8
2.2.5   Methodentag in der Jahrgangsstufe 12
3         Konzept zur Förderung der Nachhaltigkeit
4         Fortführung des Methodentrainings
 

1          Bedeutung der Methodenkompetenz
Die Förderung der Methodenkompetenz stellt den Entwicklungsschwerpunkt unserer Schule dar. Vorrangiges Ziel dabei ist es, die Befähigung der Schülerinnen und Schüler zum selbständigen und selbsttätigen Lernen und Arbeiten fortschreitend zu unterstützen.
Der tägliche Wissenszuwachs macht es längst unmöglich, in der Schule einen Querschnitt des angehäuften Wissens zu vermitteln. Wissensvermittlung kann heute nur noch exemplarisch erfolgen und, gebunden an die ausgewählten Exempel, Grundkompetenzen vermitteln. Methodenkompetenz stellt damit die grundlegende Voraussetzung für eigenständiges und fortdauerndes Lernen dar. Schulunterricht kann und sollte, wie schon Humboldt betonte, kein an Universitäten zu studierendes Fach oder berufliches Fachwissen vorwegnehmen, sondern er soll auf alle Ausbildungen und Studiengänge sowie Aufgaben in der Gesellschaft so vorbereiten, dass die Heranwachsenden zum mathematischen, naturwissenschaftlichen, technischen, historisch-gesellschaftlichen und sprachlich-philosophischen Denken und Lernen befähigt werden. In diesem Sinne ist es also von größter Bedeutung, Schülerinnen und Schüler zu selbständigem Lernen zu motivieren und anzuleiten und ihnen dadurch sämtliche Entwicklungsmöglichkeiten offen zu halten. Sie müssen in der Lage sein, dauerhaft und flexibel neues Wissen und neue Zusammenhänge aufzunehmen und zu verarbeiten. Dieses kann am besten gelingen, wenn sie schon in jungen Jahren an das selbständige Lernen herangeführt werden.
 

2          ALF und Methodentage am Josef-König-Gymnasium
Natürlich wird Methodenkompetenz immer auch im Fachunterricht integriert während der ganzen Schulzeit vermittelt bzw. von den Schülerinnen und Schülern erworben. Um dieses jedoch zu intensivieren und das Lernen am Gymnasium von Anfang an durch Hilfestellungen zu erleichtern sowie den Lernenden die Arbeitsmethoden bewusster zu verdeutlichen, wird im ersten Halbjahr der Jahrgangsstufe 5 das Fach ALF (Allgemeine Arbeits- und Lernformen) durch die Klassenlehrerin bzw. den Klassenlehrer unterrichtet und außerdem in Unterrichtsblöcken die Methodentage zu jeweils einer Schwerpunktthematik durch Fachlehrerinnen oder Fachlehrer durchgeführt.
Diese Methodentage gibt es augenblicklich in den Jahrgangsstufen 5 und 6, 7und 8. Außerdem findet eine Trainingseinheit für die Jahrgangsstufe 11 statt.

2.1      ALF (Allgemeine Arbeits- und Lernformen)
Das Fach ALF umfasst eine Wochenstunde. Hierbei geht es in erster Linie um grundlegende Arbeitstechniken, die für alle Unterrichtsfächer relevant sind, sich auf das Lernen in der neuen Gruppe sowie an der neuen Schulform, aber auch auf das selbständige Lernen zu Hause beziehen. Aus einer Anzahl von möglichen Aspekten wählt die Lehrperson entsprechend der eigenen Schwerpunktsetzung bzw. den Bedürfnissen der Klasse die genauen Unterrichtsinhalte sowie deren Reihenfolge im Schulhalbjahr aus. Die im Folgenden genannten Themenbereiche sind so zusammengestellt, dass sie eng mit den Themen der Methodentage verzahnt sind, es jedoch nicht zu bloßen Doppelungen kommt. Gegenseitige Ergänzungen, Wiederholungen und Vertiefungen sind durchaus gezielt eingeplant. Sie dienen der nachhaltigen Festigung der Arbeitstechnik.
Die folgenden Themengebiete sind dementsprechend mögliche Unterrichtsgegenstände:

  • Mein Hausaufgabenheft;
  • Ordnung in Heften und Ordnern;
  • Mein Arbeitsplatz;
  • Vokabeln lernen;
  • Etwas auswendig lernen;
  • Kommunikationsregeln für den Unterricht;
  • Konzentrationsübungen;
  • Entspannen;
  • Übungen zur Förderung des Abstraktionsvermögens;
  • Lernen mit anderen;
  • Als Gruppe handeln – Förderung der Kooperationsfähigkeit.
     

2.2      Methodentage in den Jahrgangsstufen 5, 6, 7 und 8
Allen Methodentagen liegt ein thematischer Schwerpunkt zugrunde, der die Schülerinnen und Schüler darin unterstützen soll, ihr selbständiges Lernen und Arbeiten zu fördern.
Grundsätzlich umfasst jedes Training eine Dauer von 5 oder 6 Unterrichtsstunden, in Einzelfällen auch 8 Unterrichtsstunden, die in der Regel in zwei Blöcken von 3 und 2 bzw. 2 x 3 Stunden an meist direkt aufeinander folgenden Tagen stattfinden. Jedes Training wird zusammenhängend von einer Lehrperson, die in der Klasse unterrichtet, durchgeführt.

2.2.1   Methodentage in der Jahrgangsstufe 5
Derzeit werden in der fünften Klasse die Methodentage zu den Themen

  • Hausaufgaben,
  • Klassenarbeiten,
  • Mindmapping I,
  • Effektiv Lernen I und
  • Effektiv Lernen II

durchgeführt.

Insbesondere die ersten beiden Methodentage sollen die Kinder darin unterstützen, den Übergang von der Grundschule zum Gymnasium leichter zu bewältigen und sich mit den angebotenen Tipps und Hilfestellungen an die neuen Anforderungen anzupassen. Sie sollen in die Lage versetzt werden, sich den komplexeren und umfangreichen Aufgabenstellungen gelassener und sicherer zu stellen und Hilfestellungen für eine ökonomische Arbeitsweise bekommen. So werden Fragen der Zeitplanung, der Reihenfolge der zu erledigenden Arbeiten, die Förderung der Konzentration, Entspannungspausen, die mentale Einstellung zur Arbeit und zum eigenen Leistungsvermögen, die Funktion des Übens und Wiederholens, die Spickzettelmethode oder auch die Portionierung des Stoffes thematisiert.

Mit dem Thema „Mindmapping“ lernen die Kinder eine Methode kennen, wie sie eine Thematik zusammenfassen und strukturieren können. Sie können erkennen, warum diese Methode die Behaltensleistung deutlich fördert. Sie lernen die Merkmale einer Mindmap kennen und üben deren  Anwendung ein.

Bei den beiden letzten Methodentagen mit dem Titel „Effektiv Lernen I und II“ im fünften Schuljahr geht es um Techniken und Methoden eines (noch) erfolgreicheren Lernens. Im ersten Teil erfahren die Schülerinnen und Schüler durch eigene Anschauung, dass Lernen mit mehreren Sinnen und Lernwegen sowie das kooperative Lernen erheblich effektiver sind, also die Behaltensleistung des Gelernten sehr viel größer ist. Denn zum einen dient die Aktivierung verschiedener Hirnareale der vielfältigen Verknüpfung von Informationen im Gehirn. Zum anderen ist ein Austausch über ein Stoffgebiet oder eine Problemstellung unmittelbar lernwirksam, da er die kognitive Durchdringung des Lernstoffes vertieft: Er stellt einen aktiven Prozess dar, dient der Wiederholung, schult die kommunikativen Fähigkeiten, unterstützt die Strukturierung der Gedanken, vertieft die eigenen Erkenntnisse und berücksichtigt, dass Lernen einen kognitiven Konflikt voraussetzt, der sich in der Auseinandersetzung mit anderen oftmals ergibt. Im zweiten Teil lernen die Schülerinnen und Schüler ergänzend verschiedene Lern- und Übungsformen für das eigenständige Arbeiten kennen, mit denen immer auch verschiedene Sinne angesprochen werden und die das Lernen alleine sowie in Kooperation ermöglichen.
 

2.2.2   Methodentage in der Jahrgangsstufe 6
In der sechsten Klasse werden die Themen

  • Lesetechniken,
  • Markieren und Strukturieren,
  • Mindmapping II und
  • Visualisieren mithilfe von Diagrammen

durchgeführt.

Die ersten beiden Methodentage ergänzen sich gegenseitig und dienen der Texterschließung und dem Leseverständnis bzw. der Informationsentnahme aus Texten und haben insofern ebenfalls fächerübergreifende Relevanz. Thematisiert wird aber nicht nur die Texterarbeitung durch Markierungen, Textstrukturierung und die Sechs-Gang-Lesetechnik, sondern auch die sich anschließende Informationsverarbeitung in Form von Tabellen, Grafiken, Mindmaps oder anderen Abbildungen.

Auch das dritte Methodentraining in der sechsten Klasse steht in enger thematischer Beziehung  zu den vorausgehenden Themen. Denn der Schwerpunkt dieses Methodentages liegt in der Umformung verschiedener kontinuierlicher und diskontinuierlicher Texte in Mindmaps. Da die Mindmapregeln zu diesem Zeitpunkt hinlänglich bekannt sind, kann diese höhere Abstraktionsstufe erfolgreich bewältigt werden. Eine Mindmap nutzt und integriert die Fähigkeiten beider Gehirnhälften, einerseits die visuelle Vorstellung (eher rechte Hirnhälfte) und andererseits Sprache, Analyse und Logik (eher linke Hirnhälfte), und verschafft einen strukturierten Überblick über ein Stoffgebiet. In diesem Sinne ist die Transformation in eine Mindmap ein aktiver Lernprozess, der grundlegende lernbiologische Gesetzmäßigkeiten berücksichtigt und daher sehr nachhaltig ist.

Den Abschluss der Methodentage in der sechsten Klasse bildet der Methodentag zum Thema „Visualisieren mithilfe von Diagrammen“. Dieses Methodentraining ist eng an eine Unterrichtsreihe des Mathematikunterrichtes angegliedert. Thema dieser Unterrichtsreihe ist eine Einführung in die Statistik und der Umgang mit Visualisierungsmöglichkeiten statistischer Erhebungen wie etwa durch Kreis- oder Balkendiagramme. Im Methodentraining werden diese Kenntnisse fächerübergreifend erweitert, z. B. durch die Zeitleiste oder Fließdiagramme als Visualisierungstechniken, und im Hinblick auf ihre Einsatzmöglichkeiten hin überprüft. Dabei erlernen die Kinder sowohl die Auswertung als auch die selbständige Erstellung von passenden, sinnvollen Diagrammen. Durch den systematischen Überblick über die Merkmale und Leistungen der verschiedenen Visualisierungstechniken werden die Schülerinnen und Schüler befähigt, anwendungsbezogen und produktiv mit verschiedenen Diagrammen umzugehen und sie für ihre Zwecke zu nutzen.
 

2.2.3   Methodentage in der Jahrgangsstufe 7
In der siebten Klasse werden die Themen

  • Informationsbeschaffung mit Schwerpunkt Internetrecherche,
  • Textverarbeitung I und
  • Sicherheit im Internet

im Zuge der Methodentage behandelt.

Verbindende Glieder dieser Methodentage sind zum einen die selbständige Recherche und Informationsauswahl aus unterschiedlichsten Quellen, zum anderen aber gleichzeitig auch der Umgang mit den neuen Medien.

Beim Nachschlagen in verschiedenen Nachschlagewerken in Buchform lernen die Kinder die verschiedenen Nachschlagewerke kennen und werden geschult im gezielten Suchen nach verschiedenen Informationen. Die Technik des Nachschlagens wird intensiv eingeübt.

Da bei der Suche nach Informationen aber das Internet nicht mehr wegzudenken ist, gilt der gezielten und außerdem kritischen Suche nach geeigneten Informationen in diesem nahezu grenzenlosen Medium der Schwerpunkt des zweiten Methodentrainings in der siebten Klasse. Die Schülerinnen und Schüler lernen grundlegende Begriffe und Zusammenhänge des Internets im Allgemeinen kennen, üben Techniken des gezielten und ökonomischen Suchens in Suchmaschinen ein und erfahren, dass zahlreiche Internetseiten interessegeleitet sind und daher grundsätzlich kritisch beurteilt werden müssen. Sie lernen Aspekte einer kritischen Bewertung von Internetseiten kennen.

Um gefundene Informationen in einer angemessenen Form darstellen oder andere Texte in ansprechender Weise gestalten zu können, gilt das dritte Methodentraining den Möglichkeiten der Textverarbeitung. Unter Berücksichtigung der Vorkenntnisse jedes einzelnen sowie des individuellen Lerntempos haben die Schülerinnen und Schüler hier die Möglichkeit von grundlegenden Fertigkeiten für die Textgestaltung bis hin zu besonderen Funktionen wie etwa der Textgestaltung mit Bildern oder der Erstellung von Formatvorlagen alles kennen zu lernen und einzuüben, was für die Textgestaltung von Bedeutung ist. Einige grundlegende Fertigkeiten sind beispielsweise das Einrichten der Symbolleisten oder das Speichern von Daten, die Nutzung von Steuerzeichen, Absätze und Zeilenabstand, Schriftarten, aber auch anspruchsvollere Techniken wie der Umgang mit Tabellen.

Den Abschluss der Methodentage in der Jahrgangsstufe 7 bildet ein Methodentag zum Thema „Sicherheit im Internet“. Hier lernen die Kinder die zahlreichen Gefahren, die im Internet lauern, kennen sowie Maßnahmen, sich davor zu schützen. Dabei werden zahlreiche Aspekte thematisiert, angefangen vom Schutz vor Viren, Trojanern etc. über versteckte Kosten auf Internetseiten, gesetzliche Regeln für Vertragsabschlüsse, jugendgefährdende Inhalte, datenrechtliche Fragen bis hin zum Mobbing im Internet, insbesondere im Zusammenhang mit der Nutzung von Chatrooms. Auf der Frage nach den Gefahren, die sich durch die Nutzung von Chatrooms ergeben, liegt ein Schwerpunkt dieses Methodentages.
 

2.2.4   Methodentage in der Jahrgangsstufe 8
In der achten Klasse werden die Themen

  • Textverarbeitung II,
  • Referate ausarbeiten,
  • Präsentieren und
  • Tabellenkalkulation

im Zuge der Methodentage behandelt.

In der achten Klasse liegt der Schwerpunkt des Methodentrainings in besonderer Weise auf der selbständigen Erarbeitung neuer Kenntnisse sowie deren Darstellung und Vermittlung. Hierbei soll die Nutzung der neuen Medien selbstverständlich berücksichtigt werden. Die in der siebten Klasse erworbenen Kenntnisse dazu werden vertieft und erweitert.

Das Lernprogramm zur Textverarbeitung stellt erneut die Grundlage des ersten Methodentrainings in diesem Jahrgang dar. Die in der siebten Klasse erworbenen Kenntnisse werden reaktiviert durch kleine Tests und Wiederholungen und weitere vertiefende Aspekte, z. B. das automatische Inhaltsverzeichnis. die Nutzung der Silbentrennungsfunktion bzw. Thesaurus, kommen hinzu.

Das zweite Methodentraining beschäftigt sich mit der Ausarbeitung von Referaten. Das heißt, es bildet mit den Themen Recherchieren und Präsentieren eine Einheit, die in ihrer Gesamtheit, die Schülerinnen und Schüler schulen und befähigen sollen, sich ein Thema selbständig in allen Phasen des Arbeitsprozesses, von der Themenfindung bis zur Präsentation vor einer Gruppe, in Form eines Referates zu erarbeiten. Konkret geht es bei diesem Methodentraining also darum, das gefundene Material auszuwerten, sich einen Überblick zu verschaffen, das Thema einzugrenzen und zu strukturieren und schließlich konkret für die Adressatengruppe  und den thematischen Gesamtzusammenhang auszuarbeiten.

Damit das so erarbeitete Wissen nun auch für andere fruchtbar werden kann, wird der Präsentation ein gesondertes Methodentraining gewidmet. Die Jugendlichen sollen erkennen, dass auch die Vermittlung von Wissen einer Vorbereitung bedarf und geeignete Präsentationsformen sorgfältig ausgewählt werden müssen, damit der vermittelte Stoff von den Mitschülerinnen und Mitschülern verstanden und behalten werden kann. Sie erfahren, dass die Vorbereitung eines Referates nicht mit der Ausarbeitung des Themas abgeschlossen ist.

Im Einzelnen geht es um den Aufbau einer Präsentation, ums Zeitmanagement, um verschiedene Präsentationsmedien wie z. B. um Plakat- und Foliengestaltung, um ein Handout, den Umgang mit Lampenfieber, um Körpersprache, Feedback-Methoden, Hilfsmittel für den Vortrag oder auch die Möglichkeiten und Chancen eines kreativen Referateinstiegs.

Bei dem Methodentraining „Tabellenkalkulation“ lernen die Jugendlichen das Programm „Excel“ zur Tabellenkalkulation in seinen vielfältigen Funktionen und Anwendungsmöglichkeiten kennen. Sie können die hier erworbenen Kenntnisse ebenfalls für ihre Präsentation nutzen. Zudem stellt dieses Methodentraining eine Ergänzung zum Methodentraining „Visualisieren“ in der Klasse 6 sowie eine Erweiterung der bereits im Mathematikunterricht erworbenen Kenntnisse des Programms dar, insofern sie auch andere als mathematische Anwendungsbereiche kennen lernen und feststellen können, dass die Arbeit mit Excel auch in alltäglichen Lebenszusammenhängen hilfreich sein kann.
 

2.2.5       Methodentag in der Jahrgangsstufe 11
In der Jahrgangsstufe 11 wird das Thema

  • Fit für die Facharbeit

im Zuge des Methodentrainings behandelt.

Dieses Methodentraining findet außerhalb der Schule in den Räumen einer größeren Stadtbücherei in der Umgebung Halterns statt.
Im Mittelpunkt dieser Schulung steht die selbständige Recherche der Schülerinnen und Schüler zu ihren eigenen Facharbeitsthemen in den Datenbanken der Bibliothek sowie in Internetportalen. Der Präsentation von Suchstrategien und der Suchkataloge folgt immer eine Einzelarbeit, in der das Gehörte und Gesehene selbständig nachvollzogen werden kann.
Konnten die Schülerinnen und Schüler hilfreiche Literatur für ihre Facharbeitsthemen finden, besteht für Sie die Möglichkeit der Ausleihe.
Der Termin für diese Schulung findet unmittelbar nach der Themenvergabe für die Facharbeiten statt und hat damit einen unmittelbaren Anwendungsbezug.
Gleichzeitig lernen die Schülerinnen eine relativ große Bibliothek und ihre Nutzung kennen. So können Hemmschwellen abgebaut werden und die Möglichkeiten der Informationsbeschaffung umfassender genutzt werden.

 

3          Konzept zur Förderung der Nachhaltigkeit
Der Kerngedanke dieser Blockveranstaltungen besteht darin, durch die kompakte und systematische Struktur des Methodentrainings die Kinder und Jugendlichen intensiv mit grundlegenden Arbeits- und Lernmethoden vertraut zu machen, diese einzuüben und zu vertiefen. Auf das Sockeltraining an den Methodentagen selbst, bei denen die grundlegenden Methoden kennen gelernt und erprobt werden, folgt die Pflege der Methode im Unterricht und zu Hause. Dadurch können die Schülerinnen und Schüler Routine im Einsatz der Methode gewinnen, die Anwendung in den verschiedenen Fächern erproben und selbständig kontrollieren, ob sie die Methode beherrschen oder inwieweit sie für sie hilfreich ist. Daraus soll sich langfristig die eigenständige Anwendung der Arbeitsmethode ergeben, was automatisch zu einer zunehmenden Selbstverantwortung für die Lernwege und zu einer Selbststeuerung der Lernprozesse führen soll. Damit wäre das Ziel des eigenverantwortlichen Arbeitens erreicht.
Die Methodentage sind hinsichtlich ihrer Durchführung einem bestimmten Fach zugeordnet. Die Lehrperson, die dieses Fach in der Klasse unterrichtet, führt dementsprechend auch den Methodentag durch. Um auch den Kindern zu verdeutlichen, dass die neu erprobte Methode allgemeine, d. h. fächerübergreifende Relevanz besitzt, wird sie im Anschluss an das Methodentraining, im Sinne der Pflege der Methode, von weiteren Fächern im Unterricht vertiefend angewendet und eingeübt.

4          Fortführung des Methodentrainings
Nachdem das Methodentraining zunächst in enger Anlehnung an das Programm der Realschule Enger durchgeführt wurde, ist das jetzt vorliegende Programm  stärker an die Bedürfnisse unserer Schule angepasst. Aus diesem Grunde wurde in den vergangenen Jahren zunächst eine inhaltliche und strukturelle Überarbeitung vorgenommen. Im Anschluss daran wurden zusätzlich neue Themen aufgenommen und Erarbeitungsmaterial dafür entwickelt. Bei der Themenauswahl wurden Evaluationsergebnisse aus Umfragen bei den Fachgruppen sowie Elternwünsche gleichermaßen berücksichtigt. Dieser Prozess der Evaluation und die sich daran anschließende Weiterentwicklung der Methodentrainings durch Überarbeitung und Erweiterung wird auch in Zukunft fortgesetzt.

 

Ansprechpartnerin:



OStR' Sabine Schockenhoff