JOSEPH-KÖNIG-GYMNASIUM
EUROPASCHULE MIT ENGLISCH-BILINGUALEM ZWEIG


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GESCHICHTE

Westfälische Nachrichten 21. April 2009
Wenn die Römer plötzlich rappen
von Elmar Ries, Münster

Münster - Museum und Jugend, zwei Welten sind das mitunter. Die Eltern verzückt, der Nachwuchs genervt. So ist das nicht selten.

So muss es aber nicht sein. Sagte sich der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in Münster und hat ein Projekt aufgelegt, das richtig gut geworden ist. Schüler erklären Ausstellungsgegenstände für Schüler: witzig, pfiffig, frech und durch und durch authentisch. Gestern stellten die Jugendlichen aus Dülmen, Saerbeck, Marl und Haltern die Ergebnisse ihrer Arbeit in Münster vor.
Über allem stehen Varus und die Schlacht, das Jubiläumsjahr und die Ausstellungen, die diesem historischen Ereignis eine fürwahr historische Dimension geben sollen. Das, was die Jugendlichen sich ausgedacht haben, erklärt die „Imperium“-Ausstellung, die ab dem 16. Mai im Römer- Museum in Haltern zu sehen ist. 
Uli Quandt zum Beispiel, ein 17 Jahre alter Saerbecker, hat einen Römer-Rap geschrieben. Um Varus geht es, der „den Bogen überspannt hat“ und darum von den Germanen die Hucke voll kriegt. Melissa, Johanna und Vadium aus Dülmen haben einen Dialog zwi­schen einer amerikanischen Diva und ihrem durchaus soften Innenarchitekten ersonnen, der gute Mann müht sich redlich, der ignoranten Dame eine kostbare Silberschale aus der Römerzeit anzudienen - „Hey Schätzchen“, sagt die Gute schlussendlich, „Trinkgefäße habe ich genug“.
Die Idee zu den etwas anderen Museumsführungen im mp3-Format - eine ist für Kinder, die andere für Jugendliche - hatte die Museumspädagogin Renate Wiechers. „Ich möchte einfach, dass auch Jugendliche ins Museum kommen“, sagte sie. Kurzerhand lud sie darum vor ein paar Wochen Schüler ein und bat sie, zu insgesamt 15 Ausstellungsgegenständen ei­gene Texte zu schreiben. LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff- Thale war nach den akustischen Kostproben begeistert. „Die LWL-Kultur muss neue Wege beschreiten und auf Jugendliche zugehen“, sagte sie. Ein Projekt wie dieses sei da geradezu mustergültig.
 » Die Audio-Dateien können ab dem 16. Mai aus dem Internet heruntergeladen werden.

   



Artikel von Hannah Reidt über das
Projekt ...

Artikel von Moa Piepenstock zu den Tonaufnahmen ...

Artikel aus den Westfälischen Nachrichten ...

Zur Ausstellungs-webseite "Imperium - Konklikt - Mythos"...

Zum Download der mp3-Player-Führung ...