1. Grundlagen des Ausbildungsprogramms

Das vorliegende Ausbildungsprogramm ist gemäß § 14 OVP in Abstimmung mit dem Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung Recklinghausen entwickelt worden. Es bezieht sich auf die im Kerncurriculum (10. April 2011, geändert durch Verordnung vom 25. April 2016) formulierten elf Kompetenzen und Standards mit den entsprechenden Handlungsfeldern, Handlungssituationen, Erschließungsfragen und inhaltlichen Bezügen.

Danach soll die Schule Referendarinnen und Referendare unterstützen, professionelle Handlungskompetenzen und Berufsreife in folgenden Bereichen zu entwickeln:

  • Vielfalt als Herausforderung annehmen und Chancen nutzen,
  • Unterricht für heterogene Lerngruppen gestalten und Lernprozesse nachhaltig anlegen,
  • den Erziehungsauftrag in Schule und Unterricht wahrnehmen,
  • Lernen und Leisten herausfordern, dokumentieren, rückmelden und beurteilen,
  • Schülerinnen und Schüler und Eltern beraten,
  • im System Schule mit allen Beteiligten entwicklungsorientiert zusammenarbeiten.

2. Aufgabenfelder in den Ausbildungsabschnitten

Das Ausbildungsprogramm am Joseph-König-Gymnasium bezieht sich nach Absprache mit dem Seminar auf folgende konkrete Aufgaben der sechs Handlungsfelder:

Weitere Aufgaben ergeben sich aus der Ausbildungssituation:

  • individuelles Beratungsangebot,
  • Aufbau eines Betriebswissens: das Joseph-König-Gymnasium – Organisationsstruktur, schulspezifische Angebote, Ausstattung, Traditionen etc.,
  • allgemeine schul- und dienstrechtliche Grundlagen,
  • Ausbildungsunterricht unter Anleitung und selbstständiger Unterricht.

Der Aufbau des Ausbildungsprogramms orientiert sich an den spezifischen schuljahres- und ausbildungsabhängigen Bedürfnissen, an den diversen Anforderungen, an Fragen der Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter. Themen folgen vielfach den schulischen Terminierungen; so wird etwa auf den Elternsprechtag vorbereitet, bevor die Referendarinnen und Referendare ihn erstmalig erleben, wird auf die Notenvergabe rechtzeitig eingegangen, bevor sie erfolgen muss, werden Zeugniskonferenzen in ihrem Ablauf erklärt, wenn sie anstehen usw.

Verfahren der Qualitätssicherung werden in allen Ausbildungsabschnitten thematisiert. Angesprochen bzw. wahrgenommen werden die Teilnahme an Fachkonferenzen, inner- und außerschulischen Fortbildungsmöglichkeiten, außerdem wechselseitige Hospitationen mit Beobachtungsaufträgen, Teilnahme an mündlichen Abiturprüfungen, zentrale Verfahren der Qualitätssicherung im Leistungsbereich (Vergleichsarbeiten, Lernstand, zentrale Abschlussprüfung) etc.

Eine regelmäßige Anpassung des Ausbildungsprogramms an geänderte Vorgaben seitens des Seminars oder der Schule, Rückmeldungen der Referendarinnen und Referendare sowie der Ausbildungsbeauftragten, an Erfahrungen weiterer an der Ausbildung Beteiligter halten wir für unumgänglich. Insofern bildet die vorliegende Fassung des Ausbildungsprogramms eine bereits variierte und weiter zu überprüfende Vorgabe ab.

Ansprechpartner: Michael Goßeling und Eva Herholz (koordinierend) sowie Mareike Rolfes und Christian Wilmsen