Zwei Wochen lang verwandelte sich die Grüne Hölle in einen Ausstellungsraum: Die Ausstellung „Deutsch-amerikanische Geschichte in Bildern“ bot mit Graphic Novels, Audioguides, einem Hörbuch, großformatigen Illustrationen und digitalen Medien zahlreiche Möglichkeiten, sich mit historischen Themen auf unterschiedliche Weise auseinanderzusetzen. Während des Ausstellungszeitraums besuchten alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 sowie der Oberstufe die Ausstellung gemeinsam mit ihren Deutschlehrerinnen und Deutschlehrern.

Im Mittelpunkt standen selbst entwickelte Projekte, die historische Ereignisse mit persönlichen Geschichten verbanden. Auf der Grundlage von Familiengeschichten, Interviews und historischen Briefen entstanden Graphic Novels, die sich mit Auswanderung, Krieg, Verfolgung, Identität und Erinnerung beschäftigten. Ergänzt wurden sie durch Audioguides, ein eigens produziertes Hörbuch sowie großformatige Panels, die den kreativen Entstehungsprozess sichtbar machten.

Auch die literarische Auseinandersetzung spielte eine wichtige Rolle. Ein animiertes literarisches Gespräch zur Tiermetapher in Art Spiegelmans Maus eröffnete einen neuen Zugang zu einem Werk, das sich mit den Folgen des Holocaust und der Weitergabe von Erinnerungen beschäftigt. Weitere Projekte widmeten sich unter anderem dem deutsch-amerikanischen Offizier Franz Sigel, der Auswanderung deutscher Familien in die USA, der Geschichte einer Familie in den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs sowie den jüdischen Wurzeln der Superman-Erfinder Jerry Siegel und Joe Shuster.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Schülerinnen und Schülern sowie den Kolleginnen und Kollegen für ihr Interesse an der Ausstellung. Besonders gefreut haben wir uns über die zahlreichen Feedback-Postkarten, die in unserem Gedankenbriefkasten gelandet sind. Vielen Dank für die vielen positiven Rückmeldungen und anregenden Gedanken.